Neues aus der Gemeinderatssitzung 09.06.2015

Berichte und Entscheidungen

·      Baumkataster – Pflegekonzept
Die aufwendigen Grundlagenerhebungen für mehr als 1.200 Bäume in Reichenau
konnten im März dieses Jahres abgeschlossen werden. Damit ist der Baumkataster
funktionsfähig und müssen 
ab sofort und ausnahmslos, sämtliche Pflegemaßnahmen für
diese Bäume erfasst und über diese Software verwaltet werden.
Hinsichtlich der Vielzahl der nun regelmäßig erforderlichen Pflegetätigkeiten
sollen mehrere Angebote von Fachfirmen eingeholt werden und ergänzend eine
Beteiligung an den Arbeiten durch den Bauhof eingeplant werden.
Sobald ein genauer Überblick vorliegt, soll der Gemeinderat in einer der nächsten Sitzung
die endgültige Entscheidung treffen.

·      Instandsetzung der Rastplätze an der Promenade Haabergstraße
Durch das Hochwasser 2014 wurden zwei Lärchenplattformen am Spazierweg der Haabergstraße schwer beschädigt bzw. zerstört. In einem Fall wurde eine verkleinerte
Ausführung wiederhergestellt, für den Rastplatz am Ende Richtung Hirschwang soll
eine kostengünstige und dauerhafte Sanierung vorgesehen werden u.zw. auf Basis eines Betonfundaments, welches mit Kiesel beschüttet werden soll 
und selbstverständlich wird dort auch wieder eine Sitzbank vorgesehen, um ein angenehmes Rasten am Ufer der Schwarza zu ermöglichen.

·       Schulische Nachmittagsbetreuung Elternbeiträge für 2015/6 bleiben unverändert
Die aktuelle Analyse der Kosten im Bereich der Bereitstellung der schulischen Tagesbetreuung ergibt derzeit keine dringende Notwendigkeit die Tarife der Elternbeiträge
zu verändern.
Somit bleibt es für das Schuljahr 2015/6 weiterhin bei folgenden Tagessätzen;
Elternbeitrag 
pro Monat wie folgt für:
1-2 Tage € 34,-

3 Tage € 52,-

4 Tage € 70,-

5 Tage € 88,-

Aufgrund dieser weitgehenden Unterstützung durch die Gemeinde muss die Entwicklung insbesonders der Personalkosten jedoch jährlich überprüft und ggf. bei entsprechenden Veränderungen jedenfalls eine Anpassung zukünftig vorgesehen werde 

·      Volksschule EDV-Erneuerung
Wie eine aktuelle Überprüfung ergibt sind die PCs in der EDV-Klasse der Volksschule
aufgrund Überalterung viel zu langsam für zeitgemäße Programme im Unterricht.
Es wurden daher von mehreren Fachfirmen Angebote für eine entsprechende Erneuerung
eingeholt, wobei auch 
die Form einer Verknüpfung der vorhandenen Geräte zu einem Netzwerk mit einem leistungsfähigen Server geprüft wurde.
Als Bestbieter wurde die Fa. ACRM von Frau Carina Reiter ermittelt und beauftragt 10 neue PCs auf Basis Windows 7 sowie einen Laserdrucker HP Color zu liefern.
Ergänzt werden diese Geräte mit einem zentralen in das Netzwerk eingebundenen Speicher mit Kapazität 4 Terabyte als sog. NAS (Network Attached Storage) auf dem alle Daten und Programme gespeichert sind und von jedem Rechner abgerufen werden können.
Diese Lösung erscheint für die damit arbeitenden Lehrkräfte bedienungsfreundlicher
und kann somit ohne externe Hilfe bzw. ohne eigens ausgebildeten Netzwerkadministrator

betrieben werden.
Der GR hat daher einstimmig beschlossen diesen Auftrag im beschriebenen Umfang
an die Fa. ACRM zu vergeben.
Frau GR Carina Reiter und Herr GGR Wolfgang Reiter haben den Sitzungssaal verlassen und
an der Abstimmung wegen Befangenheit nicht teilgenommen.

·       Neue Mittelschule – Computerführerschein ab Herbst 2015
In Zusammenarbeit mit der Direktion der Neuen Mittelschule werden soeben die Voraussetzungen für die Zusatzausbildung ECDL (European Computer Driving License)
d.h. für den Europäischen Computerführerschein geschaffen.
Damit wird den Schülerinnen und Schülern die besondere Gelegenheit geboten,
mit Abschluss der NMS in Reichenau ein Zusatzzeugnis zu erhalten, das bei jeder
späteren Bewerbung Anerkennung finden wird.
Dafür ist durch die Schulleitung die Bereitstellung eines Stundenkontingentes und die Betreuung durch eine qualifizierte Lehrkraft notwendig  
und  seitens der Gemeinde als Schulerhalter ist ein entsprechender Standard der Hard- und Software zu herzustellen.
In beiden Bereichen laufen die Vorbereitungen plangemäß und kann damit dieses
Ausbildungsprogramm im kommenden Schuljahr mit der 3.Klasse beginnen.
Innerhalb von 2 Schuljahren wird in 6 Pflichtmodulen- und 1 Wahl-Modul die Grundlage
für einen sicheren und effizienten Umgang mit der EDV vermittelt.
Das erworbene Wissen wird anschließend durch externe Prüfungen bestätigt
und zuletzt das international anerkannte Zertifikat  für Computerbenutzung ausgestellt.
Die für den Schulbereich bereits ermäßigten Kosten betragen für die Anmeldung

und den Prüfungspass (Skills Card) € 46,- pro Teilnehmer und je € 13,- pro Modulprüfung,
somit gesamt € 137,- pro Schülerin/Schüler für das gesamte Programm.

Auf Vorschlag von GGR Mag. Sillar hat der GR einstimmig beschlossen die Kosten
der Anmeldung in Höhe von € 46,- pro Schulkind durch die Marktgemeinde zu übernehmen.
um mit dieser gezielten Förderung die Motivation zur Teilnahme zu stärken

·      Startschuss -  Familienfreundliche Gemeinde
Auf Vorschlag von GGR Ulrike Marvan hat der GR einstimmig beschlossen den kommunalpolitischen Prozess zur Erreichung des Zertifikats „Familienfreundliche Gemeinde“
einzuleiten. Dabei soll der gesamte Bereich der Gemeinde und des öffentlichen Lebens
auf das Vorhandensein familienfreundlicher Einrichtungen überprüft werden.
Soweit bereits jetzt Leistungen für Familien erbracht werden, ist es das Ziel diese
noch besser bekannt zu machen, bei fehlenden Angeboten sind Überlegungen anzustellen, wie 
diese geschaffen werden können.
Auf diese Weise soll die Identifizierung mit der örtlichen Gemeinschaft gestärkt werden
und durch ein verbessertes Image die Bereitschaft für lokale Aktivitäten geweckt
und der Abwanderung entgegen gewirkt werden.
Mit dem gefassten GR-Beschluss für dieses Projekt wird zugleich die Bildung einer Arbeitsgruppe mit Vertretern aus allen Bevölkerungsgruppen beauftragt und dieses Projekt gestartet. Externe Auditoren werden die Ergebnisse betreuen und bei der Dokumentation helfen, damit das Zertifikat in absehbarer Zeit erreicht werden kann.

·      Bürger-App
Auf Vorschlag von GGR Mag. Sillar sollen Fachfirmen (Gemdat, App-makers u.a.) eingeladen werden, Angebote für eine Bürger-App d.h. eine gebührenfreie Apllikationssoftware für
Smartphones und Tablets 
zu erstellen. Damit soll die zeitgemäße und unkomplizierte
Information und Kommunikation der Bürger mit Ihrer Gemeinde hergestellt werden.
Information und direkte Kommunikation auf Knopfdruck soll den Zugang der Menschen
zu Verwaltung, Bürgerservice und Veranstaltungen bestimmen.

·       Latisana 2015
Im Rahmen eines Treffens des Arbeitskreises der Freunde von Latisana in Reichenau am 27.05.2015 wurden Möglichkeiten für Festveranstaltungen und Aktivitäten im Jubiläumsjahr
10-Jahre Partnerschaft Reichenau-Latisana besprochen.
Nach Rücksprache in Latisana hat sich ergeben, dass die Begegnungen in folgender Form erfolgen sollten:

1.       Besuch der Reichenauer in Latisana im Rahmen des Stadtfestes settembre.doc
04.-06.09.2015 Ausschreibung dazu wird in Kürze erfolgen

2.       Besuch der Latisanesi im Dezember 2015

·         Güterweg Haaberg
Die Familien Flickentanz/Obrecht bei der Gemeinde das Ansuchen
um Unterstützung bei der Finanzierung des Neubaus der Hozufahrt Haaberg eingebracht.
Dazu wurde nun eine Güterweggemeinschaft gegründet und im Einvernehmen mit dem Amt der NÖ Landesregierung eine Projekt mit Finanzierungsplan ausgearbeitet.
Der Güterweg und die Erhaltung bleiben auch künftig in der Verantwortung
der Interessenten.
Die Baukosten werden mit einer Summe von € 50.000,- geschätzt und durch
verschiedene Förderungen, einem Eigenanteil sowie mit einem 20% Gemeindebeitrag
abgedeckt.
Der GR hat dazu einstimmig beschlossen den Gemeindebeitrag in Höhe von € 10.000,-
zu übernehmen um damit die Weiterführung der Landwirtschaft in exponierter
Lage zu unterstützen.

Umweltmesse 2015
Der GR hat weiters auch für 2015 die Veranstaltung der Umweltmesse beschlossen
und den termin mit 16.-18.10.2015 festgelegt.

Bezügeverordnung für Gemeindemandatare
Aufgrund der Entscheidung des Gemeinderates anlässlich der Konstituierung
wurden zusätzliche Vertreter der SPÖ und der Grünen mit dem Vorsitz in mehreren Ausschüssen beauftragt. In diesen Funktionen sind dafür lt. Gemeindeordnung Bezüge bis zu 15% vom Bürgermeistergehalt auszubezahlen, sofern diese Tätigkeiten nicht durch Mitglieder des Gemeindevorstandes übernommen werden.
Damit entstehen der Gemeinde seit neuem zusätzliche Kosten, daher hat man in
Gesprächen von SPÖ und Volkspartei eine Neuordnung gesucht und gemeinsam
festgelegt, die Bezüge der Ausschussvorsitzenden von 15% auf 10% zu senken.
 

Wir erlauben uns aber darauf hinzuweisen, dass die Vertreter der Volkspartei im Gemeindevorstand d.h. Vizebürgermeister Döller, GGR Mag. Sillar und GGR Marvan wie bisher auch weiterhin kostensparend selbst den Vorsitz in ihren Ausschüssen führen.